Das Spielfeld der Internen Kommunikation wird größer. Mit dem Stichwort Enterprise 2.0 sehen sich die internen Kommunikationsmanager mit gänzlich neuen Herausforderungen konfrontiert. Die Anzahl der möglichen Instrumente steigt und mit ihr die Chancen für das Gelingen der Internen Kommunikation. Gleichzeitig erfordert diese Entwicklung umso mehr ein bewusstes Prüfen und Zusammenstellen des Medienmixes. In einer Zeit, in der Mitarbeiter unter dem Information Overload leiden und doch nicht über die wesentlichen Informationen verfügen, will die Einführung eines oder mehrerer neuer Medien wohl überlegt und strategisch eingebunden sein.
Der interne Kommunikationsmanager muss nicht nur die Frage beantworten, ob sich mit den eingesetzten Medien alle Themen in gewünschtem Umfang und notwendiger Geschwindigkeit kommunizieren lassen. Gerade durch das Social Web stellt sich die Frage nach den Erwartungen der Mitarbeiter an ihre Interne Kommunikation. Die ausgewählten Instrumente müssen zur Unternehmenskultur, den Informations- und Kommunikationsbedürfnissen der Mitarbeiter passen.
Auch steht und fällt der Erfolg der Internen Kommunikation mit der Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen (z.B. Personalabteilung, Marketing, Presseabteilung) und Institutionen wie dem Betriebsrat. Daher kann der Trend zur integrierten Unternehmenskommunikation gerade für die Interne Kommunikation eine große Chance sein. In jedem Fall ist eine stringente Kommunikation über alle Kanäle hinweg für die Glaubwürdigkeit des Unternehmens allgemein und der Internen Kommunikation im Besonderen unumgänglich.
Netzwerken und Beraten gewinnt für interne Kommunikationsmanager ohnehin an Bedeutung. Im Enterprise 2.0 pflegen Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter immer häufiger einen direkten Austausch. Hier besteht die Aufgabe darin, mittels Coachings und ähnlicher Angebote den Erfolg der Kommunikation sicherzustellen. Außerdem können sich interne Kommunikatoren als Teil von Projektteams für deren gelungene Kommunikation einsetzen und so direkt zum Erfolg der Unternehmensaufgaben beitragen.
Weiterhin bleibt Veränderungs- und Führungskommunikation ein großes Thema sowohl für Unternehmen als auch für Organisationen. Zu jeder Zeit, aber insbesondere während eines Wandels ist die Unterstützung der eigenen Mitarbeiter unentbehrlich. Stellt sich die Belegschaft hartnäckig gegen die Pläne der Geschäftsführung, werden diese nicht gelingen. Gegebenenfalls fällt durch Social Media-Beiträge unzufriedener Mitarbeiter das Unternehmen in ein schlechtes Licht und zu der internen Krise kommt eine externe. Gelingt es jedoch, die Mitarbeiter ins Boot zu holen und für die gewinnbringende Gestaltung der neuen Situation zu aktivieren, kann das Unternehmen aus jeder Veränderung stärker, mit größerem Selbstbewusstsein und Wir-Gefühl, hervorgehen.
Die Tagung geht folgenden Frage nach:
Wie kann Interne Kommunikation zum Erfolg meines Unternehmens oder meiner Organisation beitragen? Welche Chancen eröffnen sich der Internen Kommunikation? Wie wirken sich wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen auf die Unternehmenskultur und die Arbeit der Internen Kommunikation? Welche Tools wird es in Zukunft geben und wie lassen sie sich zielführend positionieren? Welcher Medienmix eignet sich für welches Unternehmen und in welcher Situation? Und wie positioniert sich die Interne Kommunikation zu anderen funktionalen Einheiten, etwa der Personalabteilung und der externen Kommunikation?


















