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Sehr geehrter Vorstand, sehr geehrte Führungskräfte, mit meiner E-Mail an Sie möchte ich eine Diskussion in Gang setzen, die meines Erachtens hier im Hause längst überfällig ist: Die Respektlosigkeit unserer Führungskommunikation. Da ich sicher nicht allen bekannt bin, kurz ein Wort zu mir und meinen Aufgaben hier. Ich bin seit 17 Jahren im Unternehmen, gelernte Architektin und seit einigen Jahren im Bereich Gebäudemanagement, das heißt in den Shared Services, tätig. Die Respektlosigkeit unserer Führungskommunikation drückt sich für mich in drei Punkten des kommunikativen Umgangs aus:

  • Wir werden zugeschüttet mit Informationsmüll
  • Wir werden 50 cm unter Augenhöhe angesprochen.
  • Zahlreiche Führungskräfte sind in Ihrer Aufrichtigkeit eine Zumutung.

Mit diesem Mitarbeiterbrief eröffnete der Moderator Herr Ulrich E. Hinsen vom management-radio.de die Fachtagung „Interne Kommunikation – Transparenz schaffen, Dialoge ermöglichen, Mitarbeiter binden“ am 7. Mai 2009 in Düsseldorf.

In seiner Eröffnungskeynote sprach Dirk Neubauer (Henkel AG) über wichtige Management-Prinzipien bei Henkel: Gemeinsame Ziele, vertrauensvolle Zusammenarbeit und Teamarbeit.

Gaby Neujahr (Otto Group) betonte die Notwendigkeit eines Wandels innerhalb der Internen Kommunikation. Mitarbeiter erwarten in Zeiten der Veränderung einen respektvollen Umgang, vertrauenswürdige Informationen und Transparenz in der Interaktion.“Transparente Kommunikation ist Führungsaufgabe und fängt oben an“, so Neujahr. Neujahr stellte das unternehmensinterne Intranet vor, das von den Nutzern sehr gut angenommen wird und als offenes Medium den Meinungsaustausch, auch über Fachabteilungen hinweg, ermöglicht.

„Wie informiert man zeitgleich 6.000 Mitarbeiter in 30 Länder“. Susanne Marell zeigte anhand des Intranets der Cognis GmbH, wie man die richtige Balance zwischen globalen und lokalen Themen findet.

Inwieweit Management-Events als strategischer Baustein innerhalb der Führungskommunikation verwendet werden können, wurde von Frau Andrea Vey (Deutsche Telekom AG) erörtert. Bezüglich der Kommunikation im Konzern (KIK) folgt die Deutsche Telekom dem Geschäftsauftrag „One company, one voice“.

Als ein perfektes Zusammenspiel einzelner Faktoren, beschrieb Ariana Fischer (ICOM) eine erfolgreiche Interne Kommunikation. Wie bei einem Konzert, müssten im Vorfeld Einsatz und Themen der Instrumente geplant werden, um im Anschluss das Zusammenspiel zu dirigieren. Dadurch erreicht man, dass Mitarbeiter Kommunikation gerne nutzen und durch gezielte Botschaften begeistert werden. Ein neues Management-Tool zur Wirkung Interner Kommunikation stellt dabei die Erfolgskontrolle mit messbaren Indikatoren dar, das eine direkte Beziehung zwischen den Kommunikationszielen und der erreichten Wirkung herstellt.

Einblicke in die Thematik Storytelling als ein interessantes und nützliches Tool innerhalb der Internen Kommunikation bot Dr. Michael Müller (System+Kommunikation). Er betonte die besondere Bedeutung der Verwendung von authentischen Geschichten innerhalb der Unternehmenskommunikation, da Geschichten nicht nur als Wissensspeicher oder Lerntool fungieren, sondern als Kommunikationsmittel.

Im Anschluss an den Vortag von Dr. Michael Müller trennte sich die Tagung in zwei verschiedene Panelstränge auf. Klaus Lintemeier (Deekeling Arndt Advisors), Prof. Dr. Frank Brettschneider und Dr. Ulrich Bihler (Universität Hohenheim) sowie Edith Meissner (Daimler AG) sprachen zum Themenfokus „Führungskommunikation“. Frank Wolf (T-Systems Multimedia Solutions), John-Philip Hammersen (Bundesagentur für Arbeit) und Petra Manahl (Mainova AG) stellten „Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation“ vor.

Unter dem Thema „Vom Hype zur gelebten Normalität: Web 2.0 und Interne Kommunikation“ gab Frank Wolf einen Einblick in die von seinem Unternehmen genutzten Instrumente der Internen Kommunikation. In Zeiten, in denen selbst der US amerikanische Präsident Barack Obama die neuen Medien zum Wahlkampf nutzt, sieht Wolf das Web 2.0 als glaubwürdiges, offenes und überzeugendes Medium in der Internen Kommunikation. Doch Wolf warnte auch, dass man die technischen Möglichkeiten nicht überschätzen dürfe – „reale Kontakte sind unverzichtbar“.

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